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Nachlese Scrum | Print |
Written by Harald Menke   
Friday, 19 June 2009 08:33
(Das Vortrags-Video ist jetzt on-line bei rheinjug.tv) Bilder vom Abend Das schwüle Wetter hat mehr Besucher als erwartet am 16. Juni in den Hörsaal 5F getrieben - wir zählten knapp 120 Besucher, als es gegen 19 Uhr los ging.

Die Quizfragen drehten sich rund um Scrum: Es ging um die Erfinder Schwaber, Sutherland und Beedle, um die in Scrum enthaltenen Rollen, Product Owner, Scrum Master und Team, sowie die Arten von Backlog, die es gibt. Für die richtige Antwort war jeweils eine Tasse mit mit dem Scrum-Prozess von OOSE zu gewinnen.

Im weiteren Verlauf warf Herr Czeczine dann noch ein paar T-Shirts mit Aufdruck "Scrumversteher" in das Publikum.

Vortrags-Folien Scrum

Ein Scrum-Projekt ist ein iterativer Prozess der agilen Softwareentwicklung, basierend auf leichtgewichtiges Projektmanagement. Menschen sind wichtiger als Prozessen und Tools, Kommunikation ist wichtiger als Dokumentation, Zusammenarbeit mit dem Kunden ist wichtiger als der Vertrag, und Offenheit für Änderungen ist einer starren Planung vorzuziehen.

Der iterative Zyklus, der "Sprint", umfasst einen Zeitraum von 14 bis 30 Tagen. Der Product-Owner ist der Verantwortliche für das fertige Produkt. Er priorisiert die von den Stakeholdern vorgegebenen Anforderungen im Product-Backlog, und das Team ist im Release-Planning verantwortlich für die Aufwandsschätzung. In der Sprintplanung entscheidet das Team, was in welcher Zeit machbar ist. Hier erzählte er die Geschichte vom "Chicken and Pig":

 

Die "Schweine" sind das Team, und daher trifft es auch die wichtigen Entscheidungen). Ein Sprint-Backlog wird angefertigt, das die Aufgaben und den geschätzten Zeiten enthält. Es wird ein Task Board erstellt mit den Kategorien "Aufgabe", "in Arbeit", "im Test" und "erledigt". In einem Burndown Diagramm ist der Verlauf und der Restaufwand des Sprints zu verfolgen. Die Sprintplanung dient auch der Terminierung des stets zur gleichen Zeit abzuhaltenden Daily Scrums.

Das Daily Scrum ist ein vom Scrum Master geleitetes 15 minütiges, durchaus im Stehen abzuhaltendes Meeting. Teilnehmer sind das Team, Scrum Master und Product Owner. Hier sind die Fragen zu beantworten: Was habe ich seit gestern erledigt? Welche Aufgaben werde ich bis morgen erledigen? Was sind meine Hindernisse? Die Sprintplanung ist mit ihrem Task Board hierauf ausgerichtet.

Im Sprint Review wird schließlich das Ergebnis des Sprints den Stakeholdern zur Bewertung (oder Abnahme, beim Endprodukt) vorgeführt und übergeben.

Zuletzt zieht das Team Resümee: Was war gut, was war schlecht, was muss verbessert werden, etc.

Für die Korrektheit des Scrum Prozesses und die Einhaltung der Agilität ist der Scrum Master verantwortlich.

Die anschließend reichlich gestellten Fragen beantwortete Herr Czeczine knapp und doch ausführlich. Projektleiter müssen nicht um ihre Funktionalität bangen, sondern sind entsprechend in diesem Prozess eingebunden, z.B. als Scrum Master. Es bedarf weniger eines entsprechenden Zertifikats denn der Fähigkeit zur Moderation oder Supervision. Auch möchte ich die Möglichkeit als Teamchef, primus inter pares im Team o.ä. nicht ausschließen. Test, Refactoring und XP oder Pair Programming werden nicht vom Scrum Prozess tangiert, das liegt beim Team oder, auch denkbar, beim Auftraggeber. Tools zur Unterstützung des Scrum Prozesses existieren ebenfalls.

Fast schon überflüssig zu betonen, daß auch diese Veranstaltung, wie alle Veranstaltungen bei der rheinjug, sowohl was das Sponsoring hinsichtlich der leiblichen Versorgung bietet, als auch und insbesondere die gebotene Qualität des Vortrages selbst, wieder erste Klasse waren.

Bis zum nächsten Mal, mit besten Grüßen, Harald