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Nachlese: SmartHome und IoT: Warum, Was und Wie? | Print |
Written by Philip Höfges   
Thursday, 28 May 2015 07:24

Nach einer etwas längeren Pause, präsentiert die Rheinjug diesmal einen Vortrag zum Thema „Internet der Dinge“. Zu diesem interessanten Thema finden sich wieder viele Menschen in der Heinrich-Heine-Universität ein. Der Redner ist Sascha Wolter, ein Experte für Connected Home sowie ein erfahrener Sprecher.

Sascha beginnt seinen Vortrag mit einer kleinen Anekdote. Er erzählt, wie oftmals der Mensch nicht den Nutzen eines Geschäfts in den Vordergrund stellt, sondern vor allem aufs Geschäft achtet. Man verkauft Produkte und Dienstleistungen, von denen man selbst keine Ahnung hat. Stellt sich die Frage, ob man diese Produkte wirklich selbst benutzen würde. Aber darüber denkt der Verkäufer nicht nach. Er will verkaufen. Daraus resultierend stellt der Redner die zentrale Behauptung dieses Vortrags: Man soll nur Dinge entwickeln, die man auch selbst benutzen würde!

Man muss sich immer Fragen: Wer hat einen Nutzen davon? Wer würde dieses und jenes tatsächlich sinnvoll gebrauchen? Anhand eines kleinen Beispiels zeigt Sascha, dass dieser Gedanke nicht immer von Wichtigkeit ist: In einem Video wird gezeigt, wie man mit einer Geste des Smartphone die Tür öffnet. Aber warum denn mit einer Geste? In wie fern ersetzt diese den Prozess des Schlüsselherauskramens? Antwort: Gar nicht! Warum keine Näherungssensoren, so dass die Tür sich automatisch öffnet, wenn man vor ihr steht?! Hier stellt Sascha den Nutzen in Frage und erklärt, was sich in den letzten Jahren verändert hat.

Zur Zeit des Fernsehens, war der Samstag Abend ein Familientreffen. Man setzt sich gemeinsam vor das Gerät und sieht fern. Viele Menschen also auf einem Fleck („many-to-one“). Aber dies ist heutzutage nicht mehr üblich. Inzwischen haben sehr viele Menschen ein Smartphone. Damit kann man direkt mit anderen Menschen interagieren („one-to-one“). Aber nicht nur Smartphones sind vernetzt. Die Entwicklung zeigt, dass bald pro Quadratmeter drei Geräte vernetzt sein werden. Dies sei gar nicht mal so abwegig, behauptet Sascha und zählt auf: Smartphones, Smart TV, Spielekonsolen, Autos. Alles vernetzt. Da kommen schon jetzt sehr viele Geräte eines Haushalts zusammen. Selbst die Zahnbürste ist schon vernetzt. Wenn die Entwicklung so fortgeführt wird, erscheint diese etwas utopische Zahl von drei Geräten pro qm nicht mehr so utopisch. Damit wäre ein neuer Status erreicht: „one-to-many“.

Im nächsten Teil geht Sascha Wolter sogar noch einen Schritt weiter: Die Intelligenz der Gegenstände. Viele Gegenstände haben das Potenzial, in Zukunft vernetzt zu sein. Dies bietet sehr viele Möglichkeiten und natürlich auch Gefahren. Sicherheit von Wertgegenständen, Information und vielem mehr steht auf dem Spiel. Den Dingen fehlt „Weltwissen“, wie Sascha es nennt. Als Beispiel erzählt er eine Geschichte über eine geplante Bombendetonation im Weltraum in einem Film. Die Sensoren der Bomber zeigten an, sie sei am Zielort angelangt und begann den Countdown. Dummerweise war dies ein Fehler. Sie war nicht am Zielort. Das Resultat: Fatale Explosion. Daran kann man sehr gut ablesen, dass die Gegenstände zwar in der Lage sein werden, Analyse von Daten zu betreiben und vielleicht eigenständige Entscheidungen zu treffen, aber es fehlt ihnen immer ein wichtiger Aspekt: die Menschlichkeit. Und diese ist zum jetzigen Zeitpunkt wohl noch sehr wichtig.

In einem kleinen Beispiel zeigt Sascha, wie Gedankenkontrolle mit Hilfe eines Gerätes um den Kopf bereits möglich ist. Dies wird zu medizinischen Zwecken bei körperlich eingeschränkten Menschen eingesetzt. Dies hat aber auch Potenzial in anderen Bereichen. Sascha erzählt, dass damit die Reaktionsgeschwindigkeit des Menschen erhöht werden kann. Weil die Impulse an das Nervensystem ohne Nachdenken zu müssen sofort geschickt werden. Tolle Sache, aber natürlich noch nicht salonfähig.

Am Ende seines Vortrags zeigt Sascha noch einige kleine Demonstrationen. Mit Hilfe eines LEGO-Roboters zeigt er, dass bereits Fernsteuerung mit dem Smartphone möglich ist. Über Eingabe auf dem Touchscreen und sogar über Sprache. Dieses Spielzeug wird sogar dafür eingesetzt, um potenziellen Kunden spielerisch zu zeigen, was man sich als Entwickler vorstellt. Um sehr schnell beginnen diese Kunden zu spielen und auszuprobieren. Schöne Sache. Dazu zeigt Sascha ein Beispiel mit einer Sensorleiste. Hier wird deutlich, wie leicht es ist, Gestik und Sprache als Eingabe zu kombinieren und Dinge zu bewirken. Zum Schluss demonstriert er, wie man sogar die elektrischen Impulse des Nervensystems benutzen kann, um Eingaben an ein Interface zu übertragen. Eine Banane, eine Hand. Beides kann dies bewirken. Vielleicht ist damit der Schritt zu Eingabemethoden möglich, wie sie bisher nur in Science-Fiction-Filmen zeigt wird. Damit endet ein, wie ich finde, un-, aber auch außergewöhnlicher Rheinjug-Vortrag. Im Anschluss wird sehr angeregt über diese angesprochenen Themen diskutiert.