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rheinjug Sommerpause 2014
Written by Lukas Ladenberger   
Thursday, 29 May 2014 19:20

Liebe Besucher der rheinjug,

nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr 2014 mit vielen tollen Vorträgen geht die rheinjug in die wohlverdiente Sommerpause. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an die vielen Besucher, an unsere Dozenten und an unsere Sponsoren! Wir hoffen das zweiten Halbjahr wir mindestens genauso erfolgreich.

Der erste Vortrag nach der Sommerpause wird voraussichtlich Ende August 2014 stattfinden. Wir halten euch via Email und Webseite natürlich auf dem Laufenden! Bleibt gespannt!

Viele Grüße,
Euer rheinjug-Team

 
Software ändern - aber richtig (22.05.)
Written by Lukas Ladenberger   
Wednesday, 12 March 2014 08:31

Ich bringe Ihnen nahe, worauf es bei Evolution, Wartung und Änderung von Software wirklich ankommt. Den größten Teil unseres Informatikerlebens verbringen wir mit Anpassungen bestehender Systeme - und genau dieser Teil kommt in der klassischen Ausbildung praktisch nicht vor. Zuerst fasse ich für Sie die wesentlichen Gründe für Änderungen zusammen. Anschliessend erkläre ich in Form von Mustern und methodischen Bausteinen wesentliche Lösungsansätze:

Sinnvolles Verhalten, wenn Sie mehr Probleme als Budget haben
So finden Sie die schlimmsten Probleme
So überzeugen Sie Ihr Management von Umbaumaßnahmen
So gehen Sie mit technischen Schulden um

Dozent: Dr. Gernot Starke, innoQ Fellow, Mitgründer von arc42, Mitgründer des iSAQB e.V., Gründer von aim42.org, Autor u.a. von „Effektive Softwarearchitekturen“, dem „Knigge für Softwarearchitekten“.

 
Nachlese: Fun mit Java(FX) auf embedded Hardware
Written by Marc Buengener   
Monday, 07 April 2014 15:58

>> Zum Video

Heute Abend begrüßten wir in überschaubarer Runde Gerrit, um mit ihm Spaß mit Java, insbesondere mit JavaFX auf embedded Hardware zu haben. JavaFX auf embedded Hardware ist eine Teilmenge von JavaFX. Man muss also einige Einschränkungen in Kauf nehmen, profitiert aber von den Java-Vorteilen, z.B. einer aktiven Community. Wilde Grafikeffekte sind mit JavaFX allerdings nicht möglich. Das JDK für embedded Hardware ist aktuell noch 32 MB groß. Das Ziel ist es jedoch, den Footprint auf 16 MB zu verkleinern.

Unser Ziel ist es also, kleine Anwendungen zu schreiben, für die ein Desktoprechner überdimensioniert wäre. Als typische Anwendungsfelder nannte Gerrit
die Automatisierung der eigenen vier Wände,
Home Entertainment,
Anzeigen beliebiger Art, wie z.B. Displays für medizinische Messwerte,
sogenannte Information Kiosks, wie z.B. Bus- oder Zugfahrpläne und
den Bildungsbereich - einfach, um zu Lernen.

Auch die Hardware beschränkt die Möglichkeiten.
Empfehlenswert sind hier das
BeagleBoard xM,
das populäre Raspberry Pi und
neuere Hardware mit ARM-Architektur.

Neben dem eigentlichen Rechner sind noch
ein Netzteil,
eine Class 10 SD Memory Karte als schnelle Festplatte,
ein WiFi-Stick und
ein Touch-Display anzuschaffen.

Das Display ist die mit Abstand teuerste Komponente. Als allgemeinen Tipp empfahl Geritt einen powered USB-Hub zu verwenden, um seltsame Fehler, wie spontane Bildschirmausfälle, zu vermeiden.
Man muss also wieder tricksen, um Hardware-schonend zu programmieren.

Typische Anforderungen für die Entwicklung auf embedded Hardware ist beispielsweise die Verwendung einer berührungssensitive Benutzerschnittstelle. Maus- und Tastatureingaben wären für eine Fahrstuhlsteuerung ungewöhnlich. Auch die Steuerelemente entsprechen nicht denen einer Desktopanwendung und der Bildschirm ist oft viel kleiner, wie beispielsweise auf einer Smartwatch.

Der von Sun gepredigte Grundsatz "write once, run anywhere" trifft auf die Programmierung auf embedded Hardware nur mit erheblichen Einschränkungen zu.

Für das Rendering gilt das Scene-Graph-Konzept. Die Steuerelemente und deren Bestandteile sind in einer Baumstruktur hierarchisch gegliedert. Alle angewendeten Effekte und Bewegungen, gelten auch immer für die zugehörigen Kind-Knoten. Die Bildschirminhalte werden automatisch gerendert, der Entwickler hat darauf nur mittelbaren Einfluss. JavaFX ist nicht für die Spieleentwicklung gemacht.

Für die aktuellen Geräte sind ca. 1.000 Elemente (Nodes) verwaltbar. Wenn man mehr Bildschirmelemente nutzen möchte, reicht es nicht, diese unsichtbar zu machen. Sie würden im Speicher bleiben. Man muss ihre setManaged-Eigenschaft negieren.

Auch wenn Visualisierungen Gerrits Steckenpferd sind, auf embedded Hardware gilt der von Microsoft mit Windows 8 vorgemachte Grundsatz "content over chrome". Eine einfache Gestaltung einer Progressbar erfordert beispielsweise 3 Nodes im Scene-Graph. Den Fortschrittsbalken selbst, ein Zeiger-Element und vielleicht noch eine Textbox. Eine aufwendige Gestaltung mit gleichem Informationsgehalt kann schon mal 245 Nodes erfordern. Besonders, wenn viele Schattierungen und geschachtelte Elemente verwendet werden. Man sollte bei der Gestaltung der Benutzeroberfläche auf die Anzahl der Bildelemente achten. Animationen und aufwendige Effekte, wie dynamische Schattenwürfe und Verläufe sollte man vermeiden. Übereinander gezeichnete Elemente haben den besonderen Nachteil, dass sie sich gegenseitig beeinflussen.

Zum Abschluss erlebten wir eine Premiere in der rheinjug, eine interaktive Demo, zu der alle Zuhörer nach vorne gebeten wurden. Dort ergab sich die Party vor der Party und wir konnten die von Gerrit mitgebrachten Implementierungen auf Hardware wie Tablets, Smartphones und seiner Smartwatch wirklich begreifen.

 
Nachlese: Gründung einer Cloud Company
Written by Michael Jastram   
Friday, 21 February 2014 09:16

Im Rahmen des heutigen Abends wurden auch einige interne Änderungen angekündigt. Michael Jastram, Gründer der rheinjug, hat seine Rolle als 1. Vorsitzenden des gemeinnützien Vereins nach sieben Jahren an Lukas Ladenberger abgegeben. Nach einem kurzen Rückblick über die Jahre, einschließlich des Konsums von Subs (5000), Cookies (2000) und Bier (1200 l), ging es dann auch zum nächsten Thema über.

Igor outete sich zunächst als Ex-Java-Programmierer und versuchte dann, ein paar Vororteile bezüglich Claud-Firmen aus dem Weg zu räumen. Zum Beispiel, dass die Sicherheit von Servern kleiner Unternehmen eher fragwürdig ist, wie er mit einem entsprechenden Foto dokumentierte. Und da ging es nur um die Hardware - Herausforderungen wie eine entsprechende Administration kommen dann noch dazu kurz: Keine kleine Firma kann auch nur annähernd die Infrastruktur-Qualität erreichen, die Firmen wie Amazon oder Google ermöglichen.

Nun stellte Igor einen typischen Cloud-Stack vor, der aus IaaS (Infastructure), PaaS (Platform) oder SaaS (Software) bestehen kann. Der wichtigste Punkt ist eben, dass gemietet wird, und nicht investiert werden muss. Aber es gibt noch eine reihe weitere Vorteile, abgesehen davon, dass der Markt wesentlich größer ist: Typische Cloud-Dienste wachsen mit ihren Kunden. Das wiederum bedeutet, dass viele kleine Firmen sich Cloud-Produkte leisten können, was bei traditioneller Software nicht der Fall gewesen wäre.

Nachdem damit die Grundlagen vermittelt und Missverständnisse aus dem Weg geräumt waren, stellte Igor das Arbeiten in seiner Firma elastic.io vor, die keinen eigenen Server betreibt: Der Code lebt bei gitHub, die Software läuft auf heroku, als Framework wird node.js eingesetzt. An diesem Punkt brach eine kleine Diskussion aus, denn viele Besucher drückten Sorgen über Daten-Klau aus. Igor konterte jedoch damit, dass es keinen Grund gibt, dem eigenen Admin mehr zu vertrauen als dem von Amazon. Abgesehen davon dass bspw. der Sourcecode allein, ohne das dazugehörige Team, nur wenig wert ist - wie man an vielen Open Source-Projekten sieht, denen der Hauptentwickler verlorengegangen ist.

Soweit, so gut: Cloud Software bietet viele Vorteile, doch wie setzt man sie am besten ein, insbesondere, um skalieren zu können? Igor stellte ein paar einfache Regeln auf: Design for Failure; Decoupling; Elasticity; Asynchrony; Avoid Distributed Tansactions; Auf jeden dieser Punkte ging er mit konkreten Beispielen ein und auch diese Themen lösten wieder angeregte Diskussionen aus.

Obwohl viele Fragen schon während des Vortrags gestellt und beantwortet wurden, kamen noch viele weitere Diskussionen in der anschließenden Fragerunde zustande, die sich - wie so oft - noch in einer gemütlichen Runde mit Bier fortsetzte.

 
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